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Mein neuer Entwurf Teil 2

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Von partybaer

Hier habt ich jetzt das nächste Kapitel!!!!

 

„Bring heute bitte die Kleider und Stoffe zum Palast“, sagt die Mutter zu Lynn. „Ich muss noch auf dem Marktplatz, neue Stoffe besorgen für uns und deinem Vater.“

„Ja mache ich“, erwidert Lynn. Sie und ihre Mutter wohnen in Ury. Die Mutter und ihr Vater besitzen in der Stadt eine Schneiderei. Aber seitdem ihr Vater vor zwei Jahren ein Angebot vom König bekommen hat, arbeitet er in der Hauptstadt von Uryanus. Die Hauptstadt Tonus liegt zwei Tagesritte südlich von Ury und es ist ein schwieriger Weg. Jede Woche kommt für einen Tag ihr Vater nach Hause um sich die neuen Stoffe abzuholen, die ihre Mutter hier auf dem Marktplatz besorgt hat. Diese Stoffe sind von einem anderen Königreich, weit weg von Uryanus und mit ihrer Qualität und Schönheit genau das richtige für den König und für alle Angehörigen die in den Palästen jeder Stadt von Uryanus wohnen. Diese Stoffe sind aus der feinsten Seide in wunderschönen Farben, die Verarbeitung dieser Stoffe nicht sehr leicht.

 

Schon in jungen Jahren wurde ihr das Handwerk von ihren Eltern beigebracht. Seit dem Lynn denken kann arbeiteten ihre Eltern für den Palast, doch nachdem ihr Vater nach Tonus ging musste Lynn noch mehr ihrer Mutter helfen.

 

Lynn freut sich schon, denn in zwei Tagen kommt ihr Vater wieder für einen Tag nach Hause. Jede Woche, wenn er kommt haben Lynn und ihre Mutter frei. Lynn vermisst ihr Vater jeden Tag und ist auch immer sehr traurig wenn er wieder gehen muss. Aber ihre Mutter, die Arbeit und ihre Freunde helfen ihr dabei sich abzulenken bis sie ihren Vater wieder in die Arme schließen kann.

Die Mutter hat die Kleider und die Stoffe für den Palast schon in saubere Tücher gewickelt. Lynn geht in ein Nebenzimmer und will ihren kleinen Karren herausholen, um die Stoffen damit zu transportieren. Kaum hat sie das Nebenzimmer betreten hört Lynn ein leichtes klopfen an der Tür. Kurz darauf bemerkt sie, dass ihre Mutter zur Tür geht und sie öffnet. Nach einer kurzen Stille hört Lynn eine Männliche Stimme.

„Guten Tag, ich bin ein Bote aus Tonus“, sagt der Mann. „Ich habe eine dringende Nachricht für sie, von ihrem Mann.“

Nur folgt eine sehr ungewöhnliche Ruhe und Lynn hat ein sehr unwohles Gefühl im ganzen Körper. Ihre Hände fangen langsam an zu schwitzen, ihr Herz beginnt immer schneller zu schlagen, sie merkt das es fast anfängt mit rasen. In ihrem ganzen Leben hat diesem noch nie gespürt und weiß nicht wie sie damit umgehen soll.

„Was ist passiert?“, fragt sie sich. „Ist ihm etwas schlimmes zugestoßen?“, ihre Gedanken kreisen in ihrem Kopf.

„Ja“, sagt ihre Mutter. „Was für eine dringende Nachricht“, fügt sie noch hinzu.

„Ihr Mann kann diesmal nicht kommen, er hat einen wichtigen Auftrag bekommen vom König. Deshalb kann er auch nicht die neuen Stoffe abholen. Dieser Auftrag muss in drei Tagen ausgeliefert werden. Es tut ihm leid, dass er diesmal nicht kommen kann“, richtet der Bote ihrer Mutter aus. Lynn merkt mit einem traurigen Gesicht die Erleichterung. Sie ist froh dass ihrem Vater nichts passiert ist aber trotzdem ist sie traurig darüber, dass er dieses Mal nicht kommen kann. Sie hat sich schon so sehr darüber gefreut ihn Mal wieder in den Arm nehmen zu können und jetzt muss sie eine weitere Woche darauf warten. Auf einmal hört Lynn noch einmal die Stimme des Mannes bevor ihre Mutter etwas sagen konnte.

„Die Stoffe, die ihr Mann diese Woche mitnehmen wollte, bitte er darum ihm zukommen zu lassen, da er sie benötigt“, sagt noch der Bote.

„Richten Sie ihm bitte aus, ich werde zusehen was ich machen kann! Und danke für Ihr kommen“, erwidert ihre Mutter. Lynn kann sehen, wie kurz darauf sie die Tür schließt und nachdenklich stehen bleibt. Lynn geht noch ein kleines Stück in das Zimmer herein, greift ihren Karren und verlässt wieder das Nebenzimmer. Sie sieht ihre Mutter noch immer nachdenkend an der Tür stehen, als Lynn mit ihren Karren den Tisch mit den Kleidern und Stoffe für den Palast erreicht hat, will sie die Sachen sofort in den Karren packen. Da schaut sie vor noch kurz über ihre Schulter und bemerkt, dass sich ihre Mutter gerade zu ihr umdreht. Es folgt wieder einen kurzen Moment der Stille und Lynn wartet ab, ob ihre Mutter etwas sagen will. Nur es bleibt noch immer ruhig, zu ruhig, fast wie eine tote Stille. In nächsten Moment will Lynn die Sachen einpacken, da hört sie die Stimme ihrer Mutter.

„Lynn ich muss dir leider sagen, dass in dieser Woche dein Vater nicht kommen kann. Er muss für den König noch arbeiten“, sagt sie zu ihrer Tochter. Es ist schwierig für Lynn sich nichts anmerken zu lassen, denn sie hat ja alles mitbekommen. Aber sie ist froh, dass ihre Mutter ihr es nicht ansieht und in diesem Moment spürt sie die Hand von ihrer Mutter auf ihrer Schulter.

„Wenn du fertig bist setze dich bitte mal hin, ich muss mit dir reden“, fügt ihre Mutter noch hinzu. Lynn hat gerade die Sachen in ihren Karren gepackt, da geht sie zum Stuhl. Mit einem unguten Gefühl und mit pochendem Herz setzt sie sich hin. Nicht zu wissen was ihre Mutter ihr jetzt sagen will. Sie hat ja gehört, dass ihr Vater die Stoffe braucht, die er mitnehmen wollte aber Lynn weiß nicht was ihre Mutter sagen will. Die Anspannung bei Lynn steigt von Sekunde zur Sekunde, sie hat das Gefühl es wird immer Stimmer im Raum.

„Lynn“, sagt ihre Mutter. „Dein Vater braucht dringend die Stoffe, die ich nachher noch vom Markt mitbringen werde. Ich habe mir Gedanken gemacht wie ich ihm die zukommen lasse aber keiner hat in dieser Woche Zeit. Dieser Zeitpunkt hätte schlechter nicht kommen können.“

Lynn versteht noch nicht ganz was ihre Mutter damit sagen will.

„Muss sie etwas selbst Morgen nach Tonus fahren, um ihn die Stoffe zu bringen?“, denkt sie. „Ich kann doch nicht alleine ihre Arbeit übernehmen!“

Lynn bemerkt wie kaum Sichtbar ihre Hände anfangen zu zittern an, doch sie kann gut vor ihrer Mutter verbergen.

„Du hast viel von uns gelernt und wir sind stolz darauf, wie du das Handwerk schon kannst“, sagt ihre Mutter. „Doch ich möchte dich dies nicht alleine machen lassen. Ich hoffe du kannst das verstehen.“

„Ja das kann ich Mama“, gibt Lynn zurück.

Lynn ist schon etwas erleichtert dass ihre Mutter nicht nach Tonus fährt, um die Sachen zu ihrem Vater zu bringen. Doch sie merkt noch immer ein leichtes zittern in ihren Händen. Lynn schaut ihre Mutter ins Gesicht und kann ein ernstes Gesicht erkennen. Kurz darauf merk sie die Hand ihrer Mutter bei sich auf der Schulter.

„Deshalb muss ich dich um eine andere große Aufgabe bitten und es fällt mir nicht leicht“, erwidert die Mutter. „Du bist jetzt schon fünfzehn und ein großes Mädchen geworden. Bitte reite nach Tonus und bringe deinem Vater die Stoffe. Es wird ein sehr schwerer Weg werden, doch ich kenne keine andere Möglichkeit. Ich weiß dass du es schaffen kannst, wenn du ein Ziel vor deinen Augen hast. Versuchst du alles dafür zu geben, das du dieses auch erreichst und darauf sind wir ebenso stolz.“

Lynn fühlt sich wie gelähmt, denn damit hat nun überhaupt nicht gerechnet. Dass ihre Mutter ihr so eine große Verantwortung gibt. Sie hat gehofft das ihr zittern endlich nachlassen würde, doch es wird in diesem Moment noch stärker. Diesmal kann sie es nicht verbergen und ihre Mutter sieht, wie Lynn`s Hand zu zittern beginnt. Ihre Mutter versucht beruhigend auf Lynn einzuwirken.

„Mach dir keine so großen Gedanken, ich bin mir sicher, dass du Tonus erreicht und die Stoffe bei deinem Vater ankommen“, sagt ihre Mutter.

Lynn schaut ihr dabei in die Augen und kann sehen, dass sich ihre Mutter schon sehr große Sorgen macht, sie auf so eine Reise zuschicken. Lynn hat es die Sprache verschlagen, sie kann es noch nicht ganz glauben, dass ihren Vater doch noch sieht. Ihre Mutter schaut sie mit besorgten Augen an.

„Du brauchst heute nicht zum Palast gehen, das werde ich später erledigen. Ich gehe gleich los und hole die Ware vom Markt“, sagt ihre Mutter.

„Warum?“, fragt Lynn entsetzt.

„Während ich zum Markt gehe, mach bitte schon einmal das Pferd fertig. Denn du musst heute schon losreiten“, antwortet ihre Mutter.

Gleich nachdem ihre Mutter das gesagt hat, steht sie auf und geht zur Tür um die Stoffe vom Markt zu holen.

Seiten: 1
Autor des Artikels Veröffentlicht Aktualisiert Views
partybaer 11.12.2017 23:33 14.12.2017 20:54 6
Tags: Fantasy
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